Lachen-Speyerdorf. Die gute Nachricht gab Gemeindeleiter Martin Ulmer an die Lebenshilfe Neustadt weiter: Eine Spende über 1.500,- Euro für die gerade neu umgebaute integrative Kita Regenbogen aus dem Erlös der jährlichen Christbaum-Sammelaktion der Evangelischen Gemeinschaft Lachen-Speyerdorf.

Bei der Weihnachtsbaumsammlung im Januar gab es gefühlt zwar weniger Bäume als sonst einzusammeln. Das hat sich aber nicht auf die Spendenfreudigkeit der Mitmenschen ausgewirkt. So konnten die Kinder, Jugendlichen und Helfer etwa 2.500 Euro mit der Christbaum-Aktion einsammeln. Diese Summe wurde von Andre Luipold als Privatperson (im Bild 3. von links) großzügig auf glatte 3.000 Euro aufgerundet. Die eine Hälfte davon verbleibt für die Jugendarbeit in der Gemeinde. Die anderen 1.500 Euro wurden nun offiziell der integrativen Kindertagesstäte Regenbogen übergeben.

Erlös der Weihnachtsbaum-Sammelaktion für Jugendarbeit und integrative Kita

Grundschüler Aaron Groß war bei der Christbaum-Sammlung im Januar dabei und durfte den Spendenscheck an die Kinder der I-Kita Regenbogen überreichen. Zusammen mit seiner Mutter Rike erklärte er den Kita-Kindern, wie die Aktion abgelaufen ist: Die Kinder und Jugendlichen der Evangelischen Gemeinschaft sind begleitet von Traktoren und Anhängern durch die Straßen von Lachen-Speyerdorf gelaufen. Sie haben an den Häusern geklingelt und gefragt, ob sie die abgeschmückten Christbäume gegen eine kleine Spende für soziale Projekte mitzunehmen dürfen. In diesem Fall die für die Jugendarbeit der Gemeinschaft und die Kindertagesstätte.

Die Zuwendung kann die Kita Regenbogen gut gebrauchen, ist sie doch gerade in der Endphase eines An- und Umbaus. Die Einrichtung wird um zwei integrative Kita-Gruppen erweitert. 22 Plätze für „Regelkinder“ sind durch einen Anbau geschaffen worden. Die Gesamtzahl der Kita-Plätze wächst von 47 auf 69. Die Kita verfügt ab März über drei heilpädagogische und drei integrative Gruppen.
Durch die neu gewonnenen Regelplätze können dann fast gleich viele Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen in der Einrichtung gemeinsam spielen und lernen. „Damit können wir das Thema „Inklusion“ in Neustadt ein gutes Stück voranbringen“, ist sich Heinz Busch, Vorstandsvorsitzender der Lebenshilfe Neustadt sicher.

Genaue Verwendung wird demokratisch beschlossen

Wofür genau die Zuwendung der Evangelischen Gemeinschaft eingesetzt wird, darüber soll – ganz demokratisch – auch das Kinderparlament der I-Kita entscheiden. Im Kinderparlament können die Kinder Wünsche äußern und Vorschläge machen, was in der Kita geändert werden soll oder ihrer Ansicht nach angeschafft werden soll. „Unser Kinderparlament ist ein demokratisches Gremium, in das jede Gruppe ihre Vertreter wählt“, erklärt Kitaleiterin Roswitha Letzel. „Die Kinder haben da meist sehr klare Vorstellungen, was sie an Spielzeugen und Materialien brauchen und diskutieren vieles miteinander. Was davon dann tatsächlich umsetzbar ist, werden wir sehen.“ Das hängt auch von den Bedarfen der neuen Kinder ab, die ab März neu in die Kita kommen. „Wir freuen uns auf jeden Fall sehr über diese tolle Aktion der Evangelischen Gemeinschaft“, ist Kitaleiterin Roswitha Letzel dankbar.